Brunnenprojekte: “Wasser ist Leben.”

Jeden Tag sterben auf unserer Erde fast 1.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen. Verursacht durch verschmutztes Trinkwasser, mangelnde Hygiene und fehlende Toiletten.
Mit dem Bau, von Brunnen in den Dörfern, wollen wir für Normalität in Bezug auf sauberes Wasser sorgen. Die Brunnenprojekte zeigen schon nach kurzer Zeit Wirkung. Starben vor dem Brunnenbau in den Dörfern noch 5 von 100 Kindern durch verunreinigtes Wasser, so sank die Kindersterberate bereits nach 2 Jahren auf unter ein Prozent. Eine “sensationelle” Entwicklung. Kein Wunder also, dass die Menschen sich freuen, wenn der Brunnenbau in ihrem Dorf startet.

Nach Fertigstellung werden die Brunnen dem jeweiligen CVD (Dorfkomitee) übergeben. Damit die Brunnen nachhaltig und lange funktionieren, wird in den Dörfern ein Wasserausschuss gebildet, der entsprechend geschult wird.

Deren Aufgaben sind die Pflege und Unterhaltung des Brunnens :
1. Die Hygiene verlangt, dass täglich innerhalb und ausserhalb der Umfriedung des Brunnens gefegt wird um die Bildung von Schimmel zu vermeiden.
2. Im Falle einer Störung sind sie fähig, das defekte Teil zu erkennen und die Qualität des Ersatzteils zu bestimmen.
3. Die Ausschussmitglieder bekommen durch die Schulung Kenntnisse, wie die Förderanlage mit der manuellen Pumpe funktioniert.

Wenn man vom Betreiben spricht, dann geht es immer auch um Einnahmen und Ausgaben. Die Mitglieder des Ausschusses werden in diesem Sinne geschult, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Es wird ein Preis pro Schüssel Wasser festgesetzt. In einem Heft werden die täglichen Einnahmen dokumentiert. Von dem Geld, das aus dem Wasserverkauf eingenommen wird, werden anstehende Reparaturen bezahlt.

Die Firma Gebäudetechnik Tenbusch GmbH in Dinslaken finanzierte inzwischen in verschiedenen Dörfern in Togo Brunnen. Hanyigba-Duga liegt im Süden, dort wurde 2013 an der Mutter-Kind-Klinik ein Brunnen mit Wasserturm gebaut der für fließendes Wasser in der Krankenstation sorgt. 2015 wurde ein Brunnen mit Wasserturm in Affem-Kabye finanziert, der Brunnen befindet sich auf dem Dorfplatz an der Kirche. Das Dorf Odjomboi bekam 2016 einen Brunnen mit einer Handpumpe. In Affem-Boussou wurde 2017 ein Brunnen mit 2 Pumpen eingerichtet, eine Pumpe drückt das Wasser in den Wasserturm dadurch bekommt die Krankenstation  fließendes Wasser und die zweite Handpumpe versorgt die Dorfbewohner mit sauberem Wasser. An der Grundschule in Kadogou wurde 2018 ein Brunnen gebohrt, in 120m Tiefe wurde Wasser gefunden. So hatten die Schüler endlich Zugang zu frischem Trinkwasser.

Große Freude kam auf, als 2019 ein weiterer Brunnen am Waisenhaus in Affem-Boussou gebohrt werden konnte. Gespendet von Hubert Tenbusch, dem sauberes Trinkwasser für die Menschen in Togo ein besonderes Anliegen ist. In 100m Tiefe wurde eine gute Quelle gefunden, die reichlich Wasser fördert. Zum Brunnen wurde ein Wasserturm gebaut, der einen 5000 Liter Tank bekommen hat und so das Waisenhaus und die umliegenden Gemüsegärten mit fließendem Wasser versorgt. Die Bevölkerung in Affem-Boussou bedankt sich herzlich.

Dank der Fürsorge-und Bildungsstiftung e.V. konnte 2013 ein Brunnen auf dem Berg, in Hanyigba-Todzi, in 202m Tiefe gebohrt werden. Der Brunnen bekam eine Solarpumpe und einen Wassertank. Die Bevölkerung ist sehr dankbar. 2016 finanzierte die Stiftung einen weiteren Brunnen auf dem Gelände der Mutter-Kind-Klinik in Nampoch.

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Familie Seibt  und ihr Verein Wir helfen Kindern weltweit e.V.hat 2009 auf dem Gelände der Krankenstation in Atakpamé einen Brunnen finanziert, der 60m tief gebohrt werden musste. Damit bekam die stark frequentierte Krankenstation endlich Zugang zu sauberem Wasser. 2015 finanzierte Familie Seibt den 2. Brunnen im Dorf Yabido.

Dank Andreas Wiegand konnte 2014 im Dorf Awoulanda Nordtogo ein 79m tiefer Brunnen gebohrt werden.

Bild hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“  finanzierte 2016 einen Brunnen an der Realschule in Koulfikou, so bekamen die Schüler Zugang zu frischem Trinkwasser. 2017 finanzierte  RED CHAIRity „Wir helfen Menschen“  einen Brunnen an der Grundschule in Tanangnido.

Allen Spendern herzlichen Dank.
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“Was du nicht hast, kann noch immer kommen.”
(afrikanische Weisheit)