Die Berichte vom Freiwilligendienst

 

Bericht von Simone Gerten und Sarah Sahm

Nach erfolgreich bestandenen Examensprüfungen zur Physiotherapeutin, ging es für uns am 2.Oktober endlich los nach Togo. In Lome wurden wir herzlich von den Steyler Schwestern empfangen und hatten dort zwei Tage Zeit uns ein wenig zu aklimatisieren: tropisches Klima, fremde Sprachen und die togolesischen Lebensumstände. Am meisten hat uns fasziniert, dass das Leben hier hauptsächlich vor der Tür stattfindet und sich alle Menschen auf der Straße tummeln. Es wird gekocht, verkauft, gespielt und gearbeitet. Danach ging es für uns weiter nach Atakpame ins „Centre Medico Sozial Anna Maria“. Dort trafen wir auf Marie Feline Dienberg, die jetzt schon seit 2 Monaten die Schwestern in der Krankenstation begleitet. Sie machte uns mit den Abläufen bekannt und schon bald konnten wir gemeinsam die Schwestern im Labor und in der Apotheke unterstützen.

 

Bericht von Marie-Feline Dienberg

Sechs Wochen ist es nun her, dass das Flugzeug endlich in Lomé am Flughafen zum Stehen kam und ich mich riesig gefreut habe, dass mein kleines Abenteuer in einem Land mit anderen Sitten, Werten und vielen neuen Erfahrungen nun tatsächlich beginnt. Ich bin sehr froh sagen zu können, dass ich in dieser kurzen Zeit angesichts meiner Erwartungen nicht enttäuscht wurde. Im Gegenteil:
Das Wichtigste für mich ist, dass ich mich hier sehr wohl fühle, da sowohl die Schwestern, als auch das Personal der Krankenstation mich sehr herzlich aufnimmt.

 

Bericht von Verena Naber und Marina Kockmann

Im April 2012 gingen Verena Naber und Marina Kockmann für 4 Wochen nach Togo, um ein Freiwilliges Praktikum in unserer Krankenstation zu absolvieren. Beide waren nach ihrer Reise erschüttert: „Die Not der Menschen mit eigenen Augen zu sehen, ist etwas ganz anderes, als wenn man nur davon liest, hört oder sie vielleicht im Fernsehen sieht.“ Doch auch viele schöne Momente habe es gegeben, so die Beiden. Denn die Menschen seien sehr herzlich und dankbar für die Hilfe gewesen.

 

Bericht von Theresa Unsenos und Sophia Oberender

Theresa Unsenos und Sophia Oberender, die gerade ihr Abitur gemacht hatten, gingen im August 2012 für 4 Wochen in ein Freiwilliges Praktikum nach Atakpamé. Hier lernten sie auch die „traurigen Seiten“ Togos kennen. Ein schwaches, scheinbar kaum ausgeprägtes Bildungssystem, die Resignation der Menschen angesichts ihrer geringen Aufstiegschancen sowie die augenscheinlich kaum vorhandene Infrastruktur des Landes. Lange nicht alle Kinder besuchen die Schule. Und doch kommt einem eine so große Herzlichkeit und Dankbarkeit entgegen, für in unseren Augen kleinen Hilfen.

 

Abschlussbericht von Sarah Sahm

Nun bin ich seit Weihnachten wieder zurück in Deutschland und ich muss leider sagen, dass Afrika für mich schon wieder ganz weit weg ist. Ich kann kaum glauben wie schnell mich unser deutscher Alltag wieder eingeholt hat…. Doch ab und zu, beispielsweise wenn man den Fernseher vor Weihnachten anschaltet, und eine halbe Stunde diskutiert wird, was es denn zu Weihnachten zu essen geben soll, da wird man dann doch daran erinnert, dass es auch noch größere Probleme auf der Welt gibt und wie gut es uns hier doch geht! Seit unserem letzten Bericht aus Togo ist viel Zeit vergangen. 
Nach unserem spannenden Aufenthalt in Helota ging es für uns weiter in die Berge nach Bassar. Auf dem Weg dort hin machten wir in Kara halt und konnten dort einen richtig traditionellen Wochenmarkt besuchen. Das bunte Gewusel und Durcheinander beeindruckte uns sehr und wir waren erstaunt wie viele verschiedene Gewürze, Obst- und Gemüsesorten man in Togo kaufen kann…. 

 

Bericht über die Zeit nach Togo, von Simone Gerten
Ein Bericht über die Zeit nach Togo

Da Sarah ja über unsere zweite Halbzeit in Togo berichtet hat schreibe ich etwas zu der Zeit in der ich wieder Zuhause war.
Am Tag des Abfluges war ich hin und her gerissen zwischen Abschied nehmen und Vorfreude auf Zuhause. In den Monaten hab ich die Menschen, die mir wichtig sind zeitweise schon sehr vermisst. Und gleichzeitig war mir klar, dass ich dieses Land und die Menschen dort so schnell nicht wiedersehe.
Die Menschen in  Togo waren in der ganzen Zeit in der wir dort waren sehr nett und freundlich uns gegenüber und wesentlich herzlicher als viele Menschen in Deutschland. Allerdings wird man als weiße Person auch mit Geld in Verbindung gebracht, was man auch häufig spürt. Gerade die Gruppen von Kindern, die auf den Straßen spielen und in der Kirche singen, vermisse ich hier. Nach der Reise ist mir erst richtig bewusst geworden, wie wenige Kinder bei uns zu sehen sind. Dafür sind hier auf der Straße viele Ältere unterwegs, die in Togo eher selten zu sehen sind.

 

Bericht über die Zeit nach Togo, von Marie-Feline Dienberg

Bericht von Marie-Feline Dienberg nach ihrer Rückkehr aus Togo.,,Und wie war es?‘‘ Gut. Aufregend. Traurig. Lustig. Arm. Nicht überall arm. Bereichernd. Horizonterweiternd. Ernüchternd. Manchmal schwierig. Herzlich. Heiß. Staubig. Verschwitzt. Bunt. Frittiert. Lebhaft bis Laut. Zu Anfang nass. Zum Ende hin trocken.
Mein siebenmonatiger Aufenthalt in Togo war gänzlich verschieden von meinem Leben hier in Deutschland. Das steht fest. Trotzdem fallen mir in den ersten Sekunden nachdem die Frage ,,Wie war es?‘‘ gestellt wurde nicht allzu viele zusammenhängende Sätze ein. Jetzt bin ich seit 6 Tagen wieder zu Hause und habe meine Gedanken ein wenig sortiert:
Ich kann sagen, dass es mir hier ruhig vorkommt. Geradezu still. Keine wildhupenden, bergeweise beladenen Autos, auf dessen höchstem Punkt eine Ziege thront. Keine ,,Mototaxis‘‘, die mich auf ein einfaches ,,zzssss‘‘ zum ,,Grand marche‘‘ bringen.

 

Bericht von Anne Lippiotta und Nadja Kemink.

Es kommt uns so vor, als wären wir gestern erst aus dem Flugzeug gestiegen, als uns eine Wand aus feucht-heißer Luft entgegenschlug. Als wären wir erst gestern in eine komplett neue Welt eingetaucht, andere Menschen, andere Bräuche, andere Lebensweise. Rote Erde statt Asphalt, Palmen statt Kastanien, Französisch statt Deutsch.
Am Flughafen wurden wir von den Steyler Missionarsschwestern abgeholt. Sie haben uns wirklich sehr herzlich empfangen, so dass wir uns gleich willkommen fühlten und unsere Ängste sofort verflogen waren. Die Fahrt war sehr abenteuerlich, da wir auf einer sehr schmalen Straße unterwegs waren, die zwar eine der wenigen geteerten Straßen in Togo ist, aber trotzdem einige Schlaglöcher enthielt. Außerdem war viel Verkehr, denn die berühmten Motos (Motorräder) fahren in Heerscharen herum.

 

Bericht von Sonja Barnert

Während meines Berufslebens als Kinderkrankenschwester wuchs meine Neugier Entwicklungshilfe in der 3.Welt kennenzulernen. Mit „Togo-Neuer Horizont“ bekam ich die Möglichkeit  für einen Monat nach Togo in Westafrika zu reisen und vor Ort das Leben und die Arbeit der Steyler Schwestern in Mission zu erleben.
Am 27.1. startet die Flugreise von Düsseldorf über Paris nach Lomé, die Hauptstadt von Togo. Dort verbrachte ich die ersten vier Tage. Anschließend reiste ich in die Stadt Atakpamé, in der ich eine Woche im „Anna Maria Medical Center“ erlebte. Weitere zwei Wochen verbrachte ich in Bassar, eine kleine Stadt im Norden des Landes, um danach wieder den Rückweg in die Hauptstadt anzutreten.
Während des gesamten Aufenthalts in Togo war ich in Unterkünften der Steyler Missionsschwestern untergebracht.  Die Schwestern hießen mich sehr herzlich willkommen und nahmen mich in ihre Gemeinschaft auf. So konnte ich das internationale und religiöse Zusammenleben der Schwestern kennenlernen und einen Einblick in ihre Arbeit in Schulen, Kindergärten und Krankenstationen gewinnen.

 

Bericht von Jonathan Rothe!

2 ½ Monate Togo, die wohl erlebnisreichsten Monate in meinem Leben. Wenn ich chronologisch meine Erfahrungen und Erlebnisse erzählen würde, wäre ich Morgen und Übermorgen noch dabei, deshalb bleibe ich bei meiner Arbeit und berichte vom Krankenhaus.
Wenn ich vor meiner Abreise gesagt habe, ich werde mit Nonnen zusammen wohnen, haben mich die Leute komisch angeschaut und auch ich war skeptisch was dies anging. Im Nachhinein ist es wohl weder das Wetter, noch die wunderschöne Landschaft, sondern die Schwestern Damiana, Ima und Velia, welche ich am meisten aus der Zeit in Afrika vermisse. Die Schwestern haben wirklich von morgens bis abends und teilweise bis spät in die Nacht gearbeitet und haben zu jeder Zeit Stress von irgendeiner Seite bekommen. Manchmal war zu wenig Geld da um die Mitarbeiter gut bezahlen zu können, dann gab es Probleme mit einer Patientin im Krankenhaus und dann war noch der riesen Stress und Aufwand mit der Einweihungsfeier. Und trotzdem haben die Schwestern noch ein offenes Ohr gehabt, für jeden der kam und nahmen sich immer noch die 2 Sekunden Zeit um einem weinenden Kind, welches auf die Behandlung wartet durch die Haare zu fahren und zu beruhigen.

 

Bericht von Louisa Unsenos

Bericht über meinen freiwilligen sozialen Monat in Togo

Mein Name ist Louisa Unsenos, ich bin 22 Jahre alt und ich habe Grundschullehramt an der Universität Duisburg-Essen studiert und in diesem Frühjahr mit dem Bachelor abgeschlossen. Nach meinem Abschluss bin ich für eine freiwillige soziale Arbeit über einen Monat durch den Charity-Verein Togo-Neuer Horizont nach Togo gereist. Die Hinreise durfte ich gemeinsam mit der Vereinsgründerin Frau Annamaria Klocke antreten, da in der ersten Woche gemeinsame Besuche der bestehenden Projekte und neu in das Programm aufzunehmender Ideen anstanden. Wir wurden bereits herzlich durch die Steyler Schwestern in der Hauptstadt Togos- Lome empfangen und verbrachten zwei Tage dort. Während dieser Zeit sollte Annamaria eine Auszeichnung für ihre soziale Arbeit durch den Präsidenten Gnassingbe erhalten. Vorgeschlagen wurde sie durch Andre Beguem einem führenden Landespolitiker, der zusammen mit ihr in der Entwicklungshilfe sehr aktiv ist. Ein gemeinsames Projekt der beiden sollte ich auch später noch kennenlernen dürfen. Als nächstes führte Annamarias und meine Reise zu dem deutschen Pater Marian Schwark nach Kpalime an der Grenze zu Ghana.

 

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