Hilfe für Kinder und Jugendliche mit einer Sehbehinderung

Schule St. Bakhita in Sokodé

Im April - Mai 2018 absolvierte ich einen freiwilligen sozialen Monat an der weiterführenden technischen Schule St. Bakhita in Sokodé / Togo und lernte dabei einige Schüler mit Sehbehinderung in dieser Schule kennen. Insgesamt sind es 20 Kinder an der Schule von denen 12 einen angeborenen Gendefekt und 8 eine operable Sehbeeinträchtigung haben.
Den Kindern mit Handicap, den Schwächsten der Gesellschaft, wird durch eine
einmalige Patenschaft einer Operation am Sehnerv das Leben erleichtert und verschönert. Meine persönliche Motivation dieses Projekt zusammen mit Schwester Marie-Jose und Schwester Serafina von den Katharinenschwestern in Sokodé zu begleiten, resultiert aus meinen Erfahrungen vor Ort. Ich berichtete von meiner Heimat und zeigte den Schülern Bilder, welche von den blinden Kindern nicht optisch erfasst werden konnten und somit von sehenden Kindern beschrieben werden mussten. Wird die Sehbeeinträchtigung zu spät erkannt, so können die Betroffenen nur beschränkt am um weltlichen Geschehen teilnehmen und somit auch nur begrenzt davon profitieren. Jedes Kind sollte aber die Möglichkeit auf eine umfassende Schulbildung erhalten und dazu zählt dem Unterricht möglichst mit allen Sinnen zu folgen und aktiv an ihm teilnehmen zu können. Oft fehlen der Familie oder der Schule die Mittel und Wege, um den Schülern zum einen eine Kompensationsmöglichkeit der schriftlichen Notation wie z.B. das Erlernen der Blindenschrift zu ermöglichen oder zum anderen eine Augenoperation zu bezahlen. Noch ein Grund mehr den Kindern und Jugendlichen eine bessere Sehfähigkeit verleihen zu wollen, damit sie an der allgemeinen Bildung der Mitschüler teilnehmen können. Wie bereits ein afrikanisches Sprichwort besagt, ist „Sehen anders als erzählt zu bekommen“.
Louisa Unsenos

Fotos

Wer dieses Projekt unterstützen möchte, Kennwort: Sehbehinderung